+41 (0)81 511 22 25 info@intromove.com

Blick hinter die Kulissen riskanter Weboptimierung

Wenn wir von „Black Hat SEO“ sprechen, begeben wir uns in die etwas dunklere Ecke der Suchmaschinenoptimierung. Der Name leitet sich aus alten Westernfilmen ab, in denen der Bösewicht häufig einen schwarzen Hut trug. Diese Analogie wird verwendet, um SEO-Techniken zu beschreiben, die gegen die Richtlinien von Suchmaschinen wie Google verstoßen, um schnelle und oft kurzfristige Steigerungen in den Suchergebnissen zu erzielen.

Was versteht man unter Black Hat SEO?

Black Hat SEO umfasst eine Reihe von Praktiken, die darauf abzielen, die Rangliste einer Webseite in den Suchergebnissen durch Manipulationen zu verbessern. Diese Techniken ignorieren häufig die Nutzererfahrung und fokussieren sich stattdessen auf das Ausnutzen von Lücken in den Algorithmen der Suchmaschinen, wobei auch diese immer ausgereifter werden.

Einige gängige Black-Hat Methoden sind:

Keyword-Stuffing: Das übermäßige Verwenden von Schlüsselwörtern auf einer Seite, oft bis zu einem Punkt, an dem die Texte unnatürlich und schwer lesbar werden.

Cloaking: Diese Technik beinhaltet das Zeigen unterschiedlicher Inhalte oder URLs an Suchmaschinen und Nutzer. Das Ziel ist es, die Suchmaschinen zu täuschen, damit sie etwas anderes indizieren, als die Nutzer letztendlich sehen.

Irreführende Umleitungen: Hier werden Besucher von einer ursprünglich in den Suchergebnissen angezeigten Seite auf eine andere, oft weniger relevante oder sogar schädliche Seite umgeleitet.

Link-Schemata: Der Kauf oder der Austausch von Links, die nicht organisch gewonnen wurden, um künstlich das Linkprofil einer Webseite zu verbessern.

Versteckter Text und versteckte Links: Diese Technik umfasst das Verstecken von Text oder Links auf einer Webseite, indem sie die gleiche Farbe wie der Hintergrund erhalten oder durch CSS außerhalb des sichtbaren Bereichs positioniert werden. Ziel ist es, zusätzliche Schlüsselwörter oder Links für die Suchmaschinen zu platzieren, ohne dass die Besucher sie sehen können.

Spamming in Foren und Kommentaren: Das Hinterlassen von nicht themenrelevanten Links in Foren, Kommentarbereichen von Blogs oder auf Social-Media-Plattformen, oft durch automatisierte Bots durchgeführt, um Backlinks zu generieren.

Scraping und Duplizieren von Inhalten: Das Kopieren von Inhalten von anderen Websites und das Veröffentlichen als eigene, um Inhalte schnell zu vervielfachen, ohne eigene Inhalte erstellen zu müssen.

Doorway-Pages (Brückenseiten): Das Erstellen von optimierten Seiten ausschließlich für Suchmaschinen, die wenig oder keinen Wert für den Benutzer haben und lediglich dazu dienen, Suchmaschinen auf andere „Zielseiten“ umzuleiten.

Automatisches Generieren von Inhalten: Die Verwendung von Software, um Texte automatisch zu generieren, die oft keinen Sinn ergeben oder voller Schlüsselwörter sind. Solche Inhalte sind in der Regel von sehr niedriger Qualität.

Missbrauch von Rich Snippets und strukturierten Daten: Das unangemessene Markieren von Inhalten auf einer Webseite, um irreführende Informationen in den Suchergebnissen zu präsentieren, wie falsche Bewertungen oder nicht zutreffende Produktdaten.

Private Blog-Netzwerke (PBNs): Das Aufbauen oder Kaufen von Netzwerken aus Webseiten, die dazu dienen, Linkjuice auf eine Hauptwebseite zu lenken.  Es wird stark von Suchmaschinen verfolgt und kann zu harten Strafen führen.

Seiten-Swapping (Page Swapping): Nachdem eine Seite gut rankt, wird ihr Inhalt durch anderen, oft irrelevanten oder minderwertigen Inhalt ausgetauscht, um Traffic für andere Zwecke zu nutzen.

Typosquatting (URL-Hijacking): Das Registrieren von Webseitennamen, die Tippfehler populärer Markennamen sind, in der Hoffnung, von Benutzern, die sich vertippen, Traffic zu erlangen.

Gifbaiting: Das Einbinden irreführender Multimedia-Inhalte, wie Grafiken oder Videos, die hochgradig optimiert sind, um für bestimmte Keywords zu ranken, aber keinen realen Bezug zum Inhalt oder zur Thematik haben.

Social Media Spam: Das automatisierte Posten von Links oder Inhalten auf Social Media Plattformen, oft durch Fake-Accounts, um künstlich Links zu generieren und den Webseitentraffic zu erhöhen.

Ad und Affiliate-Überladung: Übermäßige Platzierung von Werbeanzeigen oder Affiliate-Links auf einer Seite, oft bis zu dem Punkt, an dem der tatsächliche Inhalt schwierig zu finden oder zu lesen ist.

Keyword-Kannibalisierung: Die übermäßige Nutzung desselben Keywords auf mehreren Seiten einer Website, was dazu führen kann, dass Seiten um dasselbe Keyword konkurrieren und die SEO-Effektivität beeinträchtigen.

Verwendung nicht sichtbarer Charaktere in Keywords: Einige Webseitenbetreiber fügen unsichtbare Zeichen in ihre Keywords ein, um die Algorithmen der Suchmaschinen zu manipulieren, ohne dass es der durchschnittliche Benutzer bemerkt.

Automatische Weiterleitung durch Mobile-Sensing: Erkennen von Nutzern, die über mobile Geräte auf eine Webseite zugreifen, und Weiterleitung auf andere, oft minderwertige oder irrelevante Seiten.

Warum sind diese Techniken riskant?

Der Einsatz von Black Hat SEO kann kurzfristig zu gewünschten Ergebnissen führen. Langfristig sind sie jedoch mit erheblichen Risiken verbunden, darunter Strafen von Suchmaschinen wie Google. Diese Strafen können von einem einfachen Abfall im Ranking bis hin zu einer vollständigen Entfernung aus den Suchergebnislisten reichen.

Ein bekanntes Beispiel ist die Bestrafung der deutschen BMW-Webseite im Jahr 2006, bei der Google die Seite temporär aus dem Index entfernte, weil sie mittels Doorway-Pages versucht hatte, die Suchergebnisse zu manipulieren.

Ein weiteres berühmtes Beispiel für die Risiken von Black Hat SEO war der Fall J.C. Penney, der 2011 aufgedeckt wurde. Die New York Times berichtete, dass die Website durch manipulative Link-Schemata bei Suchanfragen für zahlreiche Produkte, von Teppichen bis zu Möbeln, an die Spitze der Google-Ergebnisse kletterte. Als die Taktiken öffentlich wurden, griff Google hart durch und die Rankings fielen drastisch ab.

Obwohl Black Hat SEO verlockend erscheinen kann, sind die damit verbundenen Risiken enorm. Die Geschichte hat gezeigt, dass nachhaltige SEO-Erfolge durch qualitativ hochwertige Inhalte, eine gute Nutzererfahrung und die Einhaltung der Richtlinien von Suchmaschinen erreicht werden. Es ist immer ratsam, auf White Hat SEO-Techniken zu setzen, die langfristigen Erfolg sicherstellen und Ihre Website vor möglichen Strafen schützen.

Besuche die Kurse von INTROMOVE oder lass dich beraten.